Schimmelpilze

 

Schimmel ist ein allumfassendes Thema. Auf die Suchanfrage nach Schimmel werden bei der Google-Suchmaschine knapp 50 Millionen Ergebnisse angezeigt. 

Tritt Schimmel in der Wohnung auf, wird als Ursache häufig ein falsches Lüftungsverhalten angeführt. Doch ist es wirklich so trivial? 

 

Schimmelsporen sind in unserer Umwelt allgegenwärtig und auch nützlich. Aus diesem Grund hat sie die Natur auch absolut widerstandsfähig werden lassen. So können sie bspw. mehrere Monate bis zu Jahren selbst bei Trockenheit überleben. Sie zersetzen Totholz und andere organische Materialien. 

 

Im Herbst ist das Nährstoffangebot für Pilze am höchsten. Unter optimalen Lebensbedingungen können dann 10.000 bis zu 100.000 Koloniebildende Einheiten pro Kubikmeter Luft (KBE) gemessen werden. Eine einzelne dieser Sporen genügt um daraus wiederum neue Kolonien bilden zu können. 

 

Hilfestellung zu diesem Thema bietet bspw. der Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden vom Umweltbundesamt welcher kostenlos als Download zur Verfügung steht. Auf 192 Seiten steht dort allerlei Wissenswertes zu diesem Thema. 

 

Was kann man aber selbst nun explizit tun, um einer Besiedlung mit Schimmelpilzen möglichst entgegen zu wirken? 

 

Richtiges Lüften kann tatsächlich einer Besiedlung entgegenwirken. Ein regelmäßiger und ausreichender Luftaustausch sorgt dafür, dass feuchte herausgelüftet und durch trockene Luft ersetzt wird. Dabei ist es wichtig, bei kalten Temperaturen und niedriger relativer Luftfeuchtigkeit zu lüften. Die Außenluft sollte immer kälter sein als die Raumluft, da kalte Luft weniger Feuchtigkeit transportieren kann. 

 

Machen Sie es sich zur Gewohnheit nach dem Aufstehen die Fenster zu öffnen (Stoßlüftung) und anschließend bspw. nach dem Duschen wieder zu schließen. In der Regel ist dies für einen kompletten Luftaustausch im Zimmer ausreichend. Die Türe ist hierbei geschlossen zu halten, um sicherzustellen, dass die feuchte Luft herausgelüftet und nicht in andere Zimmer geleitet wird. 

 

Halten Sie Ihre Wohnung oder Haus sauber – vermeiden Sie organische Stäube welchem dem Schimmel als Nahrung dienen können. Kontrollieren Sie die Raumluftqualität mittels Thermohygrometer. Setzen Sie mineralische Baustoffe und Farben ein, welche einen hohen pH-Wert aufweisen und auf natürliche Weise schimmelwidrig sind.